Paris, 2015

Notre-Dame de Paris

Notre-Dame de Paris oder zu deutsch "Unsere (liebe) Frau von Paris".

Überraschend ist vielleicht für den einen oder anderen, es gibt viele Kirchen die Notre Dame heißen, aber eben nur die eine weltberühmte Notre-Dame de Paris. Sie ist genau die Kathedrale, in der sich einst, nämlich 1804, Napoleon Bonaparte selbst zum Kaiser krönte. Wer bei ihr an den Glöckner von Notre Dame denkt liegt ebenso richtig. Der Schauplatz für Victor Hugos weltberühmten Roman „Der Glöckner von Notre-Dame liegt genau hier.

Ein ebenso interessantes Detail zu dieser Kathedrale ist, dass sie sich auf der Binneninsel "Ile de la Cite" befindet und sie damit das eigentliche Stadtzentrum von Paris bildet. Von hier aus werden alle Entfernungen von Paris zu anderen Zielen in Frankreich gemessen. Ganz genau genommen befindet sich auf ihrem Vorplatz, der „Parvis de Notre Dame genannt wird, Frankreichs Kilomètre zéro, d.h. der noch heute gebräuchliche Referenzpunkt null für alle Entfernungsangaben in Frankreich, z.B: die Autobahnen nach Paris.

Der Bau von Notre Dame de Paris dauerte ziemlich lange.

Notre Dame ParisDas soll heißen, in rund 200 Jahren von 1163 bis 1345, was der Besucher im Inneren anhand von mehreren Schautafeln veranschaulicht bekommt, wurde Notre-Dame de Paris von hinten (Altar) bis zu den beiden charakteristischen Türmen (vorne/Haupteingang) erbaut. Sie ist eines der frühesten gotischen Kirchengebäude in ganz Frankreich.  Die eben erwähnten Türme sind übrigens 69 Meter hoch und gegen eine Gebühr für interessierte Besucher zugänglich. Steht man auf ihnen, so ist man den berühmten Grotesken der „Galerie des Chimères, die von der oberen Balustrade aus hinunter auf Paris blicken, ganz nah. Diese Farbelwesen, die einen furchteregenden und bösen Eindruck bei uns hinterlassen haben, sind sogenannte Chimären. Und das sind schlicht weg groteske Phantasiefiguren, die am Äusseren der Kirchen angebracht wurden und seit alters her apotropäische Bedeutung hatten. Dies bedeutet, dass sie den bösen Zauber abwehren sollten.

Beim Betreten der Kathedrale hat uns sofort ein Gefühl von Düsterheit beschlichen. Obwohl draußen die Sonne vom Himmel strahlte, erhellte sich das Innere nur vergleichsweise wenig. Hinzu kommt, dass dunkle Hölzer z. B. für die Kanzel als Ausstattungsmerkmal verwendet wurden. Auffallend ist auch die beachtliche Größe, die, wenn man von außen vor den Türmen steht gar nicht so auffällt. Erst wenn man die ersten Schritte ins Inneren begeht, merkt man wie weit doch der Aktar auf der anderen Seite der Kathedrale entfernt ist. Vom Haupteingang aus wirkt er winzig klein. Nicht ganz unbeteiligt ist dabei auch die Raumhöhe, sie ist beachtlich und hinterlässt einen bleibenden Eindruck beim Besucher.
Wer es genau wissen will: Das Kirchenschiff ist 130 Meter lang und 35 Meter hoch. Gerade die Länge, fällt einem auch auf, wenn man Notre-Dame de Paris mal seitlich, von außen betrachtet. Unser Tipp: Einen tollen Blick hat man vom Ufer des "Quai de Montebello", eine Uferstraße der Seine, die südlich der Kathedrale verläuft. Alle Achtung: Das Kirchenschiff der Kathedrale Notre-Dame de Paris bietet Platz für rund 10.000 Personen, wirklich unglaublich. Besonders sehenswert sind u.a. die wunderschönen, bunten Mosaike in den Fenstern, deren Farbkombinationen wir als äußerst ansprechend empfunden haben.

Notre-Dame de Paris ist übrigens bis heute der Sitz des Erzbistums Paris und eine der bedeutendsten Kathedralen in ganz Europa.

Adresse:

6, Place du Paris Notre-Dame

75004 Paris
Frankreich
-> (4. Arrondissement)

Besucherzeiten:

Der Besuch der Kathedrale ist Montag bis Freitag von 8-18:45 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 8-19:45 Uhr möglich.

Preise:

Der Eintritt in die Kathedrale, ausgenommen die Türme, ist kostenfrei.

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