Paris, 2015

Basilique du Sacre-Coeur de Montmartre

Kurz vorweg: Möchte man "Basilique du Sacre-Coeur de Montmartre" ins Deutsche übersetzen, dann tut man dies am besten so: „Basilika zum Heiligsten Herzen in Montmartre".

Nun aber zu unseren Eindrücken:

Auffällig und zugleich wunderschön ist das Weiß, in dem die Basilika Sacre-Coeur vom knapp 130 m hohen Montmartre Hügel (butte), der zugleich die höchste Erhebung von ganz Paris darstellt, über der Stadt erstrahlt. Der Grund dafür ist das besondere Baumaterial. Es wurden Château-Landon-Steine verbaut. Diese Steine bestehen aus einem frostresistenten Travertin, welches witterungsbedingt Calcit, d. h. Kalkspat an die Oberfläche abgibt und so für das kreideartig weiße Erscheinungsbild der römisch-katholische Wallfahrtskirche sorgt. 

Der ursprüngliche Architekt Paul Abadie ließ sich bei dem Entwurf der Basilika von der Hagia Sophia in Istanbul und dem Markusdom in Venedig inspirieren, was ihr römisch-byzantinischen Aussehen erklärt. So ist es auch nicht verwundernswert, dass der Zuckerbäckerstil in einem Atemzug mit Sacre-Coeur de Paris verwendet wird.
Der Grundstein wurde unter der Leitung Paul Abadies im Jahre 1875 gelegt, er verstarb jedoch 1882 während den Bauarbeiten. Letztendlich waren bis zur Fertigstellung 1914 noch weitere sechs Architekten am Bau beteiligt. Eingeweiht wurde die Basilika erst 1919.

Basilika sacre ceourDer Aufstieg ist steil und benötigt etwas Kondition, vor allem wenn man sich entscheidet, die Treppen neben der ebenso gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung stehenden Standseilbahn "Funiculaire de Montmartre), zu nehmen. Des Weiteren muss man sich darauf einstellen, dass man nicht die Treppen in der terrassenförmig angelegten Gartenanlage vor der Basilika (so wollen wir es beeindruckt nennen), für den Hinweg benutzen kann. Er ist ausschließlich für den Abstieg, d.h. für den Rückweg nach dem Besuch der Basilika bestimmt. Also quasi eine Einbahnstraße, was auch genau von den Security-Leuten kontrolliert wird. Letztenendes wird man über ein paar Umwege seitlich an die Basilika herangeführt, was für und allerdings keines Wegs schlimm gewesen ist, weil wir dabei gleich schon einen kurzen Eindruck vom Montmartre Viertel, dem Pariser Stadtteil der Künstler und Individualisten, herhaschen konnten.

Gerade bei Dunkelheit hat man, vor dem Haupteingang der Basilika stehend, einen atemberaubenden Blick hinunter auf das nächtlich beleuchtete Paris. Verzaubert also durch das funkelnde Lichterpanorama von Paris, fanden wir es dann auch gar nicht mehr schlimm, dass wir die in der eingangs erwähnten Gartenanlage integrierten Treppen bei Dunkelheit nicht mehr benutzen durften. Auch bei Tag ist der Ausblick auf die Metropole Paris von hier aus einzigartig und hinterläßt einen bleibenden Eindruck.

Von der 83 m hohen Hauptkuppel aus bietet sich eine wunderbare Rundaussicht auf das Pariser Stadtpanorama.

Im Glockenturm der Basilika sitzt ein "schweres" Highlight. Hier erklingt die größte Glocke Frankreichs. Sie wird liebevoll "Savoyarde" genannt, misst einen Durchmesser von 3m und wiegt stolze 18.835 kg, also rund 19 Tonnen, womit sie eine der schwersten Glocken überhaupt ist.

Adresse:

Parvis du Sacre Coeur
75018 Paris
Frankreich

Besucherzeiten:

Der Besuch der Basilika ist täglich von 6-22:30 Uhr möglich.
Die Kuppel sowie die Krypta sind von 9-17:45 Uhr geöffnet.

Preise:

Der Eintritt in die Basilika und die Krypta ist kostenfrei.

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