Basilique du Sacre-Coeur de Montmartre

Auff├Ąllig und zugleich wundersch├Ân ist das Wei├č, in dem die Basilika Sacre-Coeur vom knapp 130 m hohen Montmartre H├╝gel (butte), der zugleich die h├Âchste Erhebung von ganz Paris darstellt, ├╝ber der Stadt erstrahlt. Der Grund daf├╝r ist das besondere Baumaterial. Es wurden Ch├óteau-Landon-Steine verbaut. Diese Steine bestehen aus einem frostresistenten Travertin, welches witterungsbedingt Calcit, d. h. Kalkspat an die Oberfl├Ąche abgibt und so f├╝r das kreideartig wei├če Erscheinungsbild der r├Âmisch-katholische Wallfahrtskirche sorgt. 

Kurz vorweg: M├Âchte man "Basilique du Sacre-Coeur de Montmartre" ins Deutsche ├╝bersetzen, dann tut man dies am besten so: ÔÇ×Basilika zum Heiligsten Herzen in Montmartre".

Nun aber zu unseren Eindr├╝cken:

Der urspr├╝ngliche Architekt Paul Abadie lie├č sich bei dem Entwurf der Basilika von der Hagia Sophia in Istanbul und dem Markusdom in Venedig inspirieren, was ihr r├Âmisch-byzantinischen Aussehen erkl├Ąrt. So ist es auch nicht verwundernswert, dass der Zuckerb├Ąckerstil in einem Atemzug mit Sacre-Coeur de Paris verwendet wird.
Der Grundstein wurde unter der Leitung Paul Abadies im Jahre 1875 gelegt, er verstarb jedoch 1882 w├Ąhrend den Bauarbeiten. Letztendlich waren bis zur Fertigstellung 1914 noch weitere sechs Architekten am Bau beteiligt. Eingeweiht wurde die Basilika erst 1919.

Basilika sacre ceourDer Aufstieg ist steil und ben├Âtigt etwas Kondition, vor allem wenn man sich entscheidet, die Treppen neben der ebenso gegen eine geringe Geb├╝hr zur Verf├╝gung stehenden Standseilbahn "Funiculaire de Montmartre), zu nehmen. Des Weiteren muss man sich darauf einstellen, dass man nicht die Treppen in der terrassenf├Ârmig angelegten Gartenanlage vor der Basilika (so wollen wir es beeindruckt nennen), f├╝r den Hinweg benutzen kann. Er ist ausschlie├člich f├╝r den Abstieg, d.h. f├╝r den R├╝ckweg nach dem Besuch der Basilika bestimmt. Also quasi eine Einbahnstra├če, was auch genau von den Security-Leuten kontrolliert wird. Letztenendes wird man ├╝ber ein paar Umwege seitlich an die Basilika herangef├╝hrt, was f├╝r und allerdings keines Wegs schlimm gewesen ist, weil wir dabei gleich schon einen kurzen Eindruck vom Montmartre Viertel, dem Pariser Stadtteil der K├╝nstler und Individualisten, herhaschen konnten.

Gerade bei Dunkelheit hat man, vor dem Haupteingang der Basilika stehend, einen atemberaubenden Blick hinunter auf das n├Ąchtlich beleuchtete Paris. Verzaubert also durch das funkelnde Lichterpanorama von Paris, fanden wir es dann auch gar nicht mehr schlimm, dass wir die in der eingangs erw├Ąhnten Gartenanlage integrierten Treppen bei Dunkelheit nicht mehr benutzen durften. Auch bei Tag ist der Ausblick auf die Metropole Paris von hier aus einzigartig und hinterl├Ą├čt einen bleibenden Eindruck.

Im Glockenturm der Basilika sitzt ein "schweres" Highlight. Hier erklingt die gr├Â├čte Glocke Frankreichs. Sie wird liebevoll "Savoyarde" genannt, misst einen Durchmesser von 3m und wiegt stolze 18.835 kg, also rund 19 Tonnen, womit sie eine der schwersten Glocken ├╝berhaupt ist.

Von der 83 m hohen Hauptkuppel aus bietet sich eine wunderbare Rundaussicht auf das Pariser Stadtpanorama.

Adresse:

Parvis du Sacre Coeur
75018 Paris
Frankreich

 

Paris, 2017

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Besucherzeiten:

Der Besuch der Basilika ist t├Ąglich von 6-22:30 Uhr m├Âglich.
Die Kuppel sowie die Krypta sind von 9-17:45 Uhr ge├Âffnet.

Preise:

Der Eintritt in die Basilika und die Krypta ist kostenfrei.

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